Komponist

Ralph Symann  stammt aus einer Familie, in der die intensive und aktive Beschäftigung mit Musik seit Generationen einen hohen Stellenwert hat. Er erhielt früh Unterricht am Klavier, später zusätzlich an Oboe und Kirchenorgel. Neben den Impulsen aus Unterricht, Schulorchester und Konzertbesuchen bietet aber vor allem die reichhaltige häusliche Sammlung von Tonträgern und Noten aus Klassik, Rock/POP, Jazz u.a. das faszinierende „Milieu“, das ihn zur selbständigen Auseinandersetzung mit der breiten Palette verschiedenster Genres und Stile anregt.

Beim Hören sowie bei der aktiven Ausübung von Musik, bei Analyse und Vergleich, kristallisieren sich schon während der Schulzeit deutliche Vorlieben heraus: alle Klassiker – und speziell Beethoven – auf der einen, Rockmusik – und speziell die Beatles – auf der anderen Seite. Die Vorliebe für Rockmusik führt ihn während des Zivildienstes ans Keyboard einer Rockband.

Diese Affinität zur Rockmusik, und damit zur Unterhaltungsbranche, hat wahrscheinlich auch die Kunstauffassung beeinflusst, die er zur gleichen Zeit entwickelt, und die er bis heute vertritt: Eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Künstler und Publikum setzt eine gewisse Schnittmenge ihrer Interessen und Vorlieben voraus. Daher ist das Auditorium, an das Ralph Symann beim Komponieren denkt, einig mit ihm in der bleibenden Wertschätzung der traditionellen Tonsprache.

Ralph Symanns Liebe zur Klassik erweitert sich zum Ende der Schulzeit in das generelle Interesse an funktions-harmonischer Musik, die formal in den klassischen Strukturen geschrieben ist. Diese Kategorie umfasst stilübergreifend Musik von – z.B. – Schubert und Sousa, den Haydns, den Bachs, den Mozarts, Vivaldi und den „Sträußen„.

Folgerichtig komponiert er dann auch selbst in der traditionellen – “klassischen” – Tonsprache, denn die Strukturen dieser Musik, insbesondere die Dur-Moll-Tonalität, sind Grundlage seiner musikalisch-künstlerischen Identität geworden.

Nach Abitur und Zivildienst beginnt Symann die autodidaktische Ausbildung zum Komponisten. In intensiver musikwissenschaftlicher Arbeit erwirbt er die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten aus moderner und historischer Fachliteratur und bildet sich weiter aus durch die vertiefte Analyse der Kompositionen seiner Vorbilder.
Dieser diachrone und synchrone Blick auf die Fülle von Kompositionen unterschiedlichster Stilrichtungen wirkt sich naturgemäß auch auf sein eigenes Schaffen aus: Er bedient sich aus dieser Vielfalt, spielt mit Form und Architektur,  variiert in der Satztechnik. Nie aber durchbricht er die Prinzipien der klassischen Formenlehre und Funktionsharmonik.

Auf dieser Basis arbeitet er bei jedem Stück an der Herausforderung, ein in sich geschlossenes, “selbstverständliches” Kunstwerk zu schaffen, das seinem Publikum gefällt und auch dem Fachmann Freude macht.